Testbericht Wrightsock von Bastian Dick

Socken_resizedTestbericht Wrightsock Escape Wandersocke

Die Socke kommt in auffälligem rot daher, mal eine Abwechslung zwischen all den dunklen Modellen der Hersteller.
Getestet wurde die Größe Large für Schuhgrößen zwischen 41,5 – 45.
Beim Auspacken entdeckt man dann auch gleich die Besonderheiten der Wrightsocks.
Zunächst fallt schon beim Anfassen der Socke auf, dass diese anders ist als andere Socken.
Man kann die beiden Lagen deutlich spüren und dadurch, dass sie nur an 3 Punkten miteinander verbunden sind auch zwischen den Fingern hin und her bewegen. Diese sollen so angelegt sein, dass sie sich entgegengesetzt zueinander bewegen und dadurch die Reibung von der Sohle auffangen, wodurch ein Scheuern an der Haut und damit Blasenbildungen verhindert werden soll. Außerdem fällt noch auf, dass die Socken nicht ergonomisch sind, es also keinen für den rechten bzw. linken Fuß vorgesehenen Socken gibt.

Getragen habe ich die Socken nun auf insgesamt 3 Touren zwischen 12 und 15 Kilometern mit unterschiedlichen Schuhen. Aus eigener Erfahrung weiß ich leider, dass das absolut ausreichend ist, um sich „Blasen zu laufen“.

Auf eher anspruchslosen, überwiegend flachen Touren mit leichten, knöchelhohen Wanderschuhen sitzen die Socken trotz leichter Bedenken meinerseits wegen den deutlich sichtbaren Nähten im Vorfuß- / Zehenbereich sehr gut. Irritierend fand ich, dass man die Reibung teilweise doch spüren kann bzw. das Gefühl bekommt, dass die Socke rutscht. Was sie allerdings nicht tat.

Zum Thema Feuchtigkeit sagt Wrightsock, dass die Fasern in der inneren Sockenlage Feuchtigkeit sehr gut ableiten und die Füße spürbar trocken bleiben. Das taten sie zwar, aber einen Unterschied oder gar eine Verbesserung zu meinen anderen Wandersocken konnte ich nicht wirklich feststellen. Das Feuchtigkeitsmanagement kombiniert Wrightsock in ihrem Infoflyer mit dem Fußklima, da trockene Füße im Sommer kühler und im Winter wärmer sind als feuchte Füße. Mein persönliches Empfinden sagt allerdings, dass diese Socken grundsätzlich wärmer halten dürften, wegen der Doppellagikeit und der entstehenden Reibung.

Dann kam der letzte Testeinsatz, auf anspruchsvollerem Gelände mit einigen steileren Passagen im Auf- und Abstieg und in schweren Wanderstiefeln. Das schlechte Gefühl kam schon beim Anziehen, nach gerade einmal 3 Waschgängen sehen die Socken schon ein wenig mitgenommen und teilweise ausgefranst aus. Beim Gehen bestätigt sich dieses Gefühl diesmal und die Socken rutschen im hügeligen Gelände munter im Schuh hin und her, so dass ich gelegentlich anhalten muss, um die Socken wieder zu richten. Blasen habe ich mir zwar keine gelaufen, aber weit davon entfernt war ich nicht.
Fairerweise muss ich allerdings auch dazu sagen, dass die getesteten Socken für „mittelschwere Wanderschuhe“ empfohlen werden.

Fazit:
In den leichten Schuhen durchaus akzeptable Leistung, in den schwereren dafür eher nicht zu gebrauchen, dazu deutlich sichtbare Materialprobleme nach gerade mal 3 Waschgängen, da bieten andere Socken doch deutlich mehr fürs Geld.

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Über den Autor

Schon früh entdecke ich die Leidenschaft für Trail-Rennen. Bereits 1999 nahm ich am Swiss Alpin Marathon in Davos teil. Seit dem bin ich am liebsten auf Trails unterwegs. Nicht nur bei Rennen und nicht nur in den Alpen. Der Hunsrück bietet mit seinen Traumschleifen einen unendliche Vielfalt an Trail-Strecken, auf denen es nie langweilig wird. Neben den Trails gibt es selbstverständlich auch viel Zeit mit der Familie, meiner Frau und den drei Jungs zu verbringen. Dabei ist Reisen unsere gemeinsam große Leidenschaft.

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