Ein Hunsrücker beim infernalischen Triathlon in der Schweiz

 

      
   

Der Inferno Triathlon, vielleicht einer der härtesten der ganzen Welt!
155km, aufgeteilt in vier Disziplinen, beginnend mit 3,1km schwimmen, im Anschluß direkt 96km Rennrad fahren mit insgesamt 2200Höhenmetern. Weiter geht es über 30km auf dem Mountainbike, wobei 1180 Höhenmeter überwunden werden müssen. Die Letzte und sicherlich bei diesem Wettbewerb schwierigste Disziplin ist der Berglauf, der auf 862m über Nn beginnt, dann über 30 km auf eine Höhe von 2970m über Nn auf dem Schildhorn endet!
Heute startet dieser wahnsinnige Wettkampf am Thuner See mitten in den schweizer Alpen und Maik Staudinger, ein Athlet aus dem Hunsrück, ist zum ersten Mal dabei. Zwei Jahre intensiver Vorbereitung liegen hinter dem sympathischen jungen Mann aus Sabershausen. Während dieser entbehrungsreichen Zeit musste er mehrere tausend Kilometer auf Rennrad und Mountainbike absolvieren, hunderte Kilometer schwimmen und ebenfalls in die mehrere tausend Kilometer gehende Laufeinheiten hinter sich bringen. Dazu kommen in allen Disziplinen Techniktraining, Sprint- und Ausdauereinheiten. Das Gesamtpensum an Training, das wöchentlich abgearbeitet werden muss um eine solche Herausforderung anzugehen und erfolgreich bestehen zu können, umfasst je nach Trainingsphase zwischen 15 und 25 Stunden. Das jede Woche und alles neben seiner normalen beruflichen Tätigkeit. Jeder, der selbst einmal für einen Triathlon trainiert hat, weiß wie entbehrungsreich und schmerzhaft diese intensiven Wochen, Monate und Jahre des Trainings für einen Athleten sind!    
Umso größer der Respekt derjenigen, die wissen was das bedeutet…
Nachdem Maik sich auf unseren schönen und abwechslungsreichen Trails, Wanderwegen, Traumschleifen und Radwegen, natürlich auch auf den Straßen des bergigen Hunsrücks, vorbereitet hat, ist er nun in Thun, um am heutigen Samstag, 22.08.2015, den Inferno-Triathlon zu bestreiten. In den vergangenen Monaten hat er schon etliche Triathlons bestritten, zuletzt die olympische Distanz in Zell, die er als vierter seiner Altersklasse beendete! 
Nun drücken wir die Daumen für den Inferno!!
Natürlich sind solche Leistungen, egal ob im Training oder im Wettkampf nicht von einem Athleten allein zu bewerkstelligen, es gehört eine enorme Menge an Motivation, Trainingspläne und Tips von erfahrenen Athleten dazu. Diese Hilfe und die Trainingsplanung erhielt Maik in den vergangenen zwei Jahren in erster Linie von seinem Coach Marc Pschebizin, der selbst den Inferno-Triathlon schon zehn Mal in der Vergangenheit gewinnen konnte! Marc trainiert schon seit etlichen Jahren erfolgreich Triathleten. Aufgrund seiner eigenen sportlichen Erfolge und Erfahrung konnte er sicherlich vieles an Maik, aber auch an viele andere Sportler aus der Region, die schon Erfolge im Triathlon feiern durften, weiter geben.
Sehr wichtig, vielleicht einer der wichtigsten Aspekte dieses umfangreichen Sports, ist das eigene Umfeld, die Familie, Freunde, insbesondere Partner oder Partnerin, die den ganzen Stress und zeitintensiven Trainingseinheiten mit machen und unterstützen müssen. Ohne diese Stütze funktioniert ein solches Hobby, das es für die meisten Athleten immer noch ist, nicht.
Daher ein ganz dickes Lob und Dank, an alle, die Maik in dieser Zeit geholfen und unterstützt haben!! Besonderer Dank an seine Freundin! (hat er mir eben am Telefon extra noch mit auf den Weg gegeben..)
Nachdem Maik mittlerweile natürlich in der Schweiz verweilt, standen heute einschwimmen im Thuner See, Besichtigung der verschiedenen Wechselzonen und diverse Besprechungen auf dem Programm. Heute Abend fand in Mürren die Abschlussbesprechung statt, mittlerweile gilt nur noch mentale Vorbereitung und Erholung für den morgigen Tag!
Sicherlich einer der längsten seines Lebens….
Viel Glück und Erfolg, wir drücken dir alle die Daumen!!!

Über den Autor

Schon früh entdecke ich die Leidenschaft für Trail-Rennen. Bereits 1999 nahm ich am Swiss Alpin Marathon in Davos teil. Seit dem bin ich am liebsten auf Trails unterwegs. Nicht nur bei Rennen und nicht nur in den Alpen. Der Hunsrück bietet mit seinen Traumschleifen einen unendliche Vielfalt an Trail-Strecken, auf denen es nie langweilig wird. Neben den Trails gibt es selbstverständlich auch viel Zeit mit der Familie, meiner Frau und den drei Jungs zu verbringen. Dabei ist Reisen unsere gemeinsam große Leidenschaft.

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