Der Ultra Trail Lamer Winkel zaubert ein Grinsen auf die Gesichter

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8 Stunden 21 Minuten 43 Sekunden dann blieb die Uhr auf dem Marktplatz in Lam für mich stehen. So lange dauerte es bis ich die Strecke von 53 km und die 2500 Höhenmeter zurückgelegt hatte. Was komisch war, es tat nichts weh, keine Knieschmerzen, kein Fußgelenk, noch sonst ein Gelenk. Ganz im Gegenteil, ich bekam das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Drei meiner Laufkollegen waren schon da, drei weitere folgten mir  auf den Marktplatz und durften über den roten Teppich ins Ziel laufen. Vor diesem traumhaften Zieleinlauf lagen 53 traumhafte Trail-Kilometer. Diese unendlich vielen Trails machen den UTLW vieleicht zu einem der schönsten Rennen in Deutschland, definitiv zi einem der Härtesten. Das Orga-Team um Max Hochholzer hatte so viele Trails raus gesucht wie nur möglich waren, und wo kein Trail war wurde kurzerhand ein Neuer kreiert.

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Dieser neu kreiert Trail – der Holy Trail – war der Hammer zum Schluss. Eigentlich sollte es nach dem Gipfel des großen Osser nur noch runter ins Ziel nach Lam gehen, aber wir wurden mit feinsten Trails verwöhnt die nicht breiter waren als ein DINA4 Blatt.

Zugegeben, einfach rollen lassen war da nicht möglich. Aber es hat so viel Spaß gemacht. Nach 48 Kilometern spuckte uns der bayrische Wald kurz aus, nur um über eine Forststraße zu schießen, direkt in die Arme von drei Helfern. Die auch nötig waren um sich an einem Seil die 2 Meter hohe Felswand hoch zu hangeln. Oben ging es über einen wunderschönen Fels Grad weiter, wo an anderen  Stellen weiter Helfer standen, so das ein Absturzrisiko minimiert wurde. Es folgten 3 Kilometer feinste Pfade, die erst vor kurzem zu einem Pfad gemacht wurden.

Der Holy Trail war aber nicht das einzige Highlight des Ultra Trail Lamer Winkel. An einer steilen Stelle im Wald hoch zum großen Arber fühlte man sich wie bei der Tour de Franc. Dort standen viele Zuschauer und peitschten einen mit Applaus und Kuhglockengeleut hinauf zum Gipfel.

So ließen sich hier noch viele tolle Situationen beschreiben, die einem auf der Strecke wiederfuhren.

Eigentlich zähle ich mich zu den erfahrenen Trail bzw. Ultra-Läufern, so dass ich normalerweise während den Rennen sehr diszipliniert Energie aufnehme, um keinen Hungerast oder Leistungsverlust zu erleiden. Doch beim UTLW wurde ich durch die vielen Eindrücke so abgelenkt das mir oft viel zu spät auffiel wie lange ich schon unterwegs war.

Fazit: Ein traumhaftes Rennen, bei dem es sich lohnt dabei zu sein!

Auch wenn bei den Trailrennen Zeiten und Platzierungen keine große Rollen spielen, hier die Ergebnisse der Hunsrücker Teilnehmer:

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Ultra Streck über 53 km:

Torsten Franz Platz 122 07:37:57 h

Achim Steffen Platz 160 08:03:27 h

Frank Hirt Platz 187 08:21:43 h

Tanja Hees Platz 36 09:00:51 h

Paul Mangels Platz 244 09:00:51 h

Benjamin Vogt Platz 245 09:02:06 h

Kurzstrecke über 26 km

Matthias Volk Platz 74 03:44:35 h

Alle Ergebniss, Bilder und Berichte auf www.utlw.de

 

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Über den Autor

Schon früh entdecke ich die Leidenschaft für Trail-Rennen. Bereits 1999 nahm ich am Swiss Alpin Marathon in Davos teil. Seit dem bin ich am liebsten auf Trails unterwegs. Nicht nur bei Rennen und nicht nur in den Alpen. Der Hunsrück bietet mit seinen Traumschleifen einen unendliche Vielfalt an Trail-Strecken, auf denen es nie langweilig wird. Neben den Trails gibt es selbstverständlich auch viel Zeit mit der Familie, meiner Frau und den drei Jungs zu verbringen. Dabei ist Reisen unsere gemeinsam große Leidenschaft.

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